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Schwerpunkt Erwachsenen-ADHS

In der modernen Welt wird um Aufmerksamkeit gekämpft, und meist geht es dabei ums Ganze: mal will man sie unbedingt vom anderen erhalten, mal muss man sich selbst überhaupt noch einen Restfokus erhalten.
Die Methylphenidad-Behandlung ist oft nicht wirklich kampfentscheidend, entscheidet aber: wer auf Aufputschmittel paradoxerweise ruhig wird, der hatte wohl tatsächlich ein Aufmerksamkeitsdefizit.
Dabei gibt die Exekutivschwäche in der Reizreaktion nur vergleichsweise eine diffuse Diagnose her, eher ist sie eine viele später entstehende Symptomatiken umspannende Meta-Problematik.

Diese können sich sehr unterschiedlich ausbilden:
Zappelphillip-artiger Hansdampf in allen Gassen VS lebensuntauglicher ewiger Tagträumer, also ein impulsiv (aber auch kopflos) geführtes Leben VS verkopftes Zumachen im Rückzug,
zeitraubender Perfektionismus VS Brausepulver im Kopf (und Hyperfokus nur im Depressiven),
Lernen durch ständiges Ausprobieren (statt durch Nachdenken) VS vom Mut verlassen mit Drogen kompensieren

Mit diesen Konsequenzen kommen schnell weitere, greifbarere Störungsbilder ins Blickfeld - gerade, wenn nicht schon im Kindesalter die oft oberflächliche Diagnose erfolgte.
Es lohnt sich ein Schritt hinter oft reduktionistische Behandlungsansätze.
Die Psychoanalyse etwa rechnet mit Ängsten, denen mit einer Flucht in eine aktivistische "Gefühlsinkontinenz" (Mahler) begegnet wird: bei Nervosität Übergang ins Handeln, immerhin statt der auch nicht besseren kompromisshaften Symptombildung.

  Andreas Spohn M.A.    eidg. zugelassener Psychotherapeut (in Deutschland nach HPG)    Sumatrastrasse 3    CH-8001-Zuerich   
E-Mail: info@vonderseelereden.de